Sonntag, 21. September 2008

Mannomann oder auch Wicklow die Zweite

Das war ein Tag heute!
Mannomann. Na ja zuvor war meine Woche relativ unspektakulär. Bis auf dass ich diesmal Freitag abend babygesittet habe, Feargal nicht ins Bett bringen musste und somit alles super lief. Gestern am Samstag hab ich Pia das Dundrum Shopping Centre gezeigt, auf dem Weg dahin haben wir im Park versucht Hurling und Gaelic Football näher kennenzulernen, weil da welche gespielt haben und abends haben wir uns Shrek reingezogen. Wir gucken hier echt ständig Kinderdvds.
Aber zurück zum Mannomann-Tag: Nachdem wir ursprünglich jede menge Interessenten für unseren heutigen Ausflug nach Powerscourt hatten, waren letztenendes Pia und ich mal wieder allein, was uns aber auch kein Stück stört und uns später sogar zum Vorteil gereichte...
Gegen neun gings dann erstmal los mit dem Rad nach Dundrum, dann mit dem Bus nach Enniskerry Village und dann schon mal Latschen zum Eingangstor von Powerscourt House and Gardens. Auf dem Weg gibt es dann erstmal die niedlichste Polizeistation, die ich je gesehen habe.
Vom Gate ca. 2km Latschen vom Tor zum Haus. Angekommen. Bezahlt. Drin:
Wir haben dann eine Rundtour durch die Gärten gemacht. Noch waren wir ja auch fit auch wenn Pia hier versucht, das Gegenteil zu beweisen. Alles ist total schön, wenn manches mir auch zu formal und langweilig.


Der Tower:


mit Kanonen...


...und Burgfräuleins...




Dann kommen wir in den Japanischen Garten:





mal wieder am Posen, diesmal in so einem Höhlendings...



Durch das dann durch...


und schon stehen wir am Triton Lake...

...mit diesem Blick aufs Haus, das wohl mal von irgendwelchen Aristokraten gebaut wurde:


So dann kommen wir zum Haustierfriedhof! Neben Katzen, Hunden und Ponys findet man da auch...

...Kühe!


Dann zum Delfinteich, von Delfinen allerdings keine Spur...

Weiter durch den Walled Garden...


...zum Andenken an Julia. Wurde von ihrem Sohn bauen gelassen. (Kriegste auch Mutti!)


Dann noch den italienischen Garten angucken, welcher zentral vor dem House liegt:


Mit dem Brunnen:



Der Blick zum Triton Lake und ich MIT dem Pfirsich:

Unten angekommen mit den geflügelten Pferden:


Pia natürlich MIT dem Pfirsich:


Nochmal der Teich:


Und auch nochmal der Blick aufs Haus:


"Oh da is frei, ich will rauf!"


"OK, ich spring!" - War ganz schön tief!


Dann waren wir aber auch mit den Gärten durch. Ich muss sagen, ich war an diesem Punkt schon leicht erschöpft. Hatten ja auch nicht soo viel geschlafen und so einige Kilometer hatten wir auch schon hinter uns. Trotzdem, der Plan war noch zum Wasserfall zu laufen, der sich ca. 5km südlich von den Gärten befinden sollte. Nach einer kleinen Stärkung ging es dann also los, jedenfalls nachdem wir den Weg bis zum Gate wieder zurückgelegt hatten.
Leider befinden wir uns aber in Irland (das sage ich nicht häufig) und deshalb gab es fast die gesamte Strecke über keine Bürgersteige nur Mauern an den Seiten und wir befanden uns zusammen mit den Autos auf der sich schlängelnden, schmalen Straße. Echt nicht ungefährlich. Gefühlte 30 km und zwei Stunden später waren wir dann endlich da! Total erschöpft und nicht wirklich mehr in Partystimmung.
Nichtsdestotrotz ist der Wasserfall echt unglaublich schön! Zwischen 120 und 90 Meter tief fällt das Wasser. Deshalb waren wir wohl auch nicht alleine:



Hier war ich mit wirklich schmerzenden Füßen nicht mehr wirklich für ein gutes Foto zu gebrauchen:

Auch leicht gequält...



Ich hatte echt keine Lust mehr diesen Scheiß Weg zurückzugehen! Warum haben die da auch keinen Shuttlebus von den Gärten zum Wasserfall? Oder wenigstens einen durchgehenden Bürgersteig? Stattdessen fährt jeder Heio da einzeln mit dem Auto hin. Wie unumweltbewusst das auch ist. Na ja Taxi zurück wäre ein bisschen teuer gewesen, so entschieden wir uns dafür nach einer Mitfahrgelegenheit zu suchen. Hier wird es deutlich, wie gut es sein kann zu zweit zu sein...ansonsten ist es aber auch oft angenehm, wenn es um verschiedene Interressen unter einen Hut bringen geht. Na ja Pia wäre zur Not auch gegangen, der Sportler. Hätt ich in dem Fall wohl auch machen müssen. Zum Glück aber nicht, denn nach etwa zehn Minuten nach geeigneten Opfern Ausschau halten, kam dann ein älteres Paar vorbei. Und tatsächlich, wenn wir zehn Minuten warten, holen sie uns da ab und bringen uns zurück nach Enniskerry. Da fuhren die nämlich durch. PERFEKT. Mein Tag war gerettet. Im Auto kam einem der Weg auch bedeutend kürzer vor. Gefährlich aber immer noch.
Gut dort angekommen, auf den Bus gewartet, ihn genommen und dann nur noch die letzte Hürde: mit dem Fahrrad wieder rauf auf den Mount Merrion!
Jetzt bin ich hier und schreibe mein Auslandstagebuch und werde mich ausruhen. Später noch telefonieren und dann erstmal ausschlafen. Muss ja montags jetzt meistens immer erst so um halb zwölf arbeiten...Vielleicht tut dann nicht mehr jeder Schritt weh.
Gute Nacht!
PS Noch sechs mal Schlafen dann kommt Claudius! Mein erster Besuch!!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hey, Du kannst Deine blog-Gemeinde nicht vernachlässigen, nur weil Claudius da ist ...
schönen Gruß auch an den Kerl, Mo